Prolog
Der
Banküberfall
Jedes Jahr werden nationalweit
ungefähr 8.000 Banken überfallen. Warum? Also, wie der Verbrecher Willie Horton
sagte als er gefragt wurde weshalb er Banken ausraubte: „Weil dort das Geld
ist.“
(“Yet
roughly 8,000 banks are robbed each year nationally. Why? Well, as gangster
Willie Horton said when he was asked why he robbed banks, “That’s where the
money is.””) - 2000 October, Cincinnati Magazine, Take a Number by Skip
Tate, Start Page 160, Quote Page 212, Column 2, Published by Emmis
Communications, Indianapolis, Indiana.
„Nein, ich werde es dieses Weihnachten wieder nicht schaffen
zu euch nach Forks kommen!“, sagte ich genervt auf die Frage meiner Mutter und
tippte mit der Schuhspitze ungeduldig auf den gefliesten Boden des
Bankgebäudes. Vor mir stand eine lange Schlange an Leuten, die wie ich noch vor
den Feiertagen Geld abheben wollten.
„Aber Schatz, dein Vater und ich würden uns sehr freuen,
wenn du mit uns feierst. Du hast doch niemanden
in New York.“ Augenverdrehend fuhr ich mir mit einer Hand durch mein langes
Haar. Die letzten Jahre hatte ich wenigstens die Ausrede gehabt, dass ich einen
Freund hatte und dieser hier nicht wegkonnte.
„Mum“, meinte ich gedehnt, „Vielleicht nächstes Jahr. Ich
habe so viel zu tun und viele meiner Kollegen sind auf Urlaub und da kann ich
nicht auch noch weg.“
„Das klingt sehr stark nach einer faulen Ausrede.“
Versuchen konnte man es ja wenigstens einmal.
„Nein, ist es nicht. Wirklich. Ich möchte, dass ihr euch
ein schönes Fest macht.“
„Du versprichst mir aber, dass du sobald du kannst, uns
besuchen kommst. Deine Geschwister würden sich sehr freuen, vor allem, da sie
im Februar Geburtstag haben und dich lange nicht mehr gesehen haben.“
„Ja, Mum. Ich werde sehen, ob es sich einrichten lässt.“
„Gut. Charlie kommt bald nachhause und ich sollte zum
Kochen beginnen. Ich wünsche dir noch einen schönen Tag, Tochter.“ Nachdem ich
mich von ihr verabschiedet hatte, legte ich seufzend auf und machte einen
Schritt nach vorne, da sich die Schlange vor mir bewegt hatte.
„Alle runter auf den scheiß Boden. Aber zackig!“, schrie
plötzlich ein Mann. „Ihr habt fünf Sekunden, wer dann nicht am Boden liegt,
wird angeschossen.“ Ich war in dem Augenblick, so geschockt, dass ich nicht
wusste, wie mir geschah. Die Menschen um mich herum liefen panisch umher. Laut
wurde bis fünf gezählt und als derjenige fertig gezählt hatte, stand ich immer
noch. Einer der drei maskierten Männer kam direkt mit einer Pistole, die auf
mich gerichtet war, zu mir. Mein letztes Stündlein hatte geschlagen, dachte ich
bei mir, als er das kalte Metall zittrig an meiner Stirn ansetzte.
„Schätzchen, hast du nicht gehört, was mein Freund da
gerade eben gesagt hat?“ Ich wollte mich hinlegen. Mein Körper spielte aber
nicht mit. Plötzlich wurde ich gestoßen. Ein Schmerz durchfuhr mich. Mein Kopf
pochte. Der Maskierte stellte sich
breitbeinig über mich hin. Die Pistole war wieder auf mich gerichtet. Ich
merkte kaum noch, was um mich herum geschah. Meine Augenlider wurden immer
schwerer.

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