Kapitel 5
„Die Grundlage jeder segensreichen politischen Tätigkeit ist Kompromiß, und zwar Kompromiß des Wahlmanns mit dem Wahlmann, des Schriftstellers mit seinen Lesern, der Partei mit der Gegenpartei, der Regierung mit den Parteien, der Staaten untereinander.“ – Gustav Freytag
„Er bekommt seinen Deal“, sagte Director Bennett müde und massierte sich seine Schläfen. Er kam gerade von dem runden Tisch mit Tanya Denali zurück. „Die Justizministerin hat nach langem Überlegen zugestimmt. Cullen hat ihr etwas vorgeschlagen, wovon er wusste, dass sie es nie ablehnen würde.“ Neugierig blickte ich meinen Vorgesetzten an, der sich auf einen der Schreibtischstühle niederließ. Die Hälfte der Kollegen war verteilt in den Betten dieser Black Site, da nun weder jemand hinein noch hinaus durfte. Bedanken dafür durften wir uns bei Cullens kleinem Stunt während meiner letzten Unterhaltung mit ihm.
„Wie, er hat seinen Deal?“, erkundigte sich Whitlock. Ihm war das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. „All die jahrelange Arbeit, das Beschatten und die zwei missglückten Versuche ihn zu töten, das ist jetzt alles umsonst? Und das lässt Tanya Denali zu?“
Die Justizministerin war dafür bekannt, hart zu bleiben und jeden Straftäter während ihrer Zeit als Richterin mit dem höchsten Strafmaß zu verurteilen. Dass sie jedoch nun einen Schwerverbrecher einen Deal gewährte, hieß, wie es Bennett schon gesagt hatte, dass er ihr etwas unterbreitet haben musste, das sie dringender haben wollte als Cullen.
„Er hat ihr zehn Schwerverbrecher geboten, davon ist einer James Bold.“
Dieser Name sagte mir nichts. Whitlock neben mir zog jedenfalls scharf die Luft ein.
„Die Justizministerin und Bold haben eine lange Geschichte. Man sagt ihr nach, dass sie – sollte sie ihn jemals zwischen die Finger bekommen – ihn schmerzvollen Qualen aussetzen würde. Was jedoch das große Problem ist, ist, dass ihn kaum jemand zu Gesicht bekommen hat und wenn, dann wurde derjenige meist innerhalb von ein paar Stunden getötet.“
Mit aufgerissenen Augen blickte ich zwischen den beiden hin und her. Cullen wusste also wer dieser Bold war. Ein neuer Verbrecher auf unserer Liste. Diese wurde von Stunde zu Stunde länger. Zuerst Cullen, dann die Entführer, nach dem Anschlag Newton und jetzt auch noch Bold. Wenn das bald so weiter ging, würden wir vor lauter Namen unseren eigenen nicht mehr wissen.
„Er hat ihre ganze Familie vor fünf Jahren ermordet. Kaltblütig. Und seit diesem Zeitpunkt sühnt sie nach Rache. Deshalb ist es ihr mehr oder minder egal, ob Cullen seinen Deal bekommt oder nicht, solange sie Bold hat.“ Also hatte Cullen seinen Deal bekommen, so wie er es sich gewünscht hatte. Dass die Justizministerin ihm trotzdem diesen gewährte, war entgegen der vorliegenden Argumente nicht wirklich verständlich. Sie bekam zwar zehn andere Schwerverbrecher, aber Cullen hätte sie lebenslang hinter Gitter bringen können und ihm so weitere Namen entlocken können. Jedoch war das nicht meine Entscheidung sondern ihre. Sofort musste ich wieder an das letzte Gespräch zwischen Cullen und mir denken.
***
„Wie ich sehen kann, habe ich Sie davon überzeugen können, dass meine Aussage stimmte“, sagte Cullen, sobald ich den Raum, der zu seiner Zelle umfunktioniert wurde, betrat. Gefesselt an Armen und Beinen saß er in der Mitte des Zimmers und blickte mich mit einem kleinen Grinsen im Gesicht an.
„Wie stehen Newton und Leah in Kontakt zueinander?“, fragte ich ihn, während ich mich auf den hölzernen Stuhl, der für mich bereitgestellt wurde, niederließ.
„Ich bitte Sie, Agent Swan, hätten Sie sich nicht wenigstens eine neue Bluse anziehen können. Vielleicht wissen Sie es nicht, aber ich reagiere sehr empfindlich auf Blut jeglicher Art.“ War das sein Ernst? In seinem Leben musste er schon genug Blut gesehen haben. Da kam es auf das bisschen auch nicht mehr drauf an. Und mit seinen Spielchen ärgerte er mich obendrein. Konnte er nicht ein einziges Mal bei der Sache sein?
„Cullen, ich habe Sie etwas gefragt, also antworten Sie auch darauf“, forderte ich mit strenger Stimme und verschränkte meine Arme vor der Brust.
„Bella, wollen Sie dieses Spiel wieder mit mir spielen? Hatten Sie nicht erst vor ein paar Stunden einen kleinen Zusammenbruch wegen Ihres Verhaltens mir gegenüber. Ich kenne Sie, vergessen Sie das nicht. Und nun zurück zu Ihrer eigentlichen Frage: Sie wollen meine Hilfe? Dann möchte ich etwas dafür. Nicht mehr diese Fesseln, nebenbei sind die abscheulich und leicht zu öffnen…“ Plötzlich waren seine Hände frei, was mir einen gewaltigen Schauer über den Rücken laufen ließ. Wie hatte er das geschafft? Die Alarmsignale ertönten und die Glasfenster, die uns umgaben, fuhren in die Mauer. Ein Dutzend Waffenenden waren auf ihn gerichtet, doch Cullen fuhr ganz entspannt fort, „… Weiter wünsche ich, dass ich – da wir ab nun miteinander zusammenarbeiten werden – wieder zurück in mein altes Leben darf, sonst hätte das hier alles keinen Sinn und niemand würde mir mehr glauben. Oh, Immunität wäre auch nicht so schlecht. Ich möchte doch ungern, nachdem ich Ihnen geholfen habe, hinter Gittern, wobei da die Frage ist, ob Sie mich finden. Jedenfalls – und das zu guter Letzt –möchte ich nur und ich meine wirklich nur mit Ihnen zusammenarbeiten, Agent Swan. Meinen Deal will ich selbst aushandeln, falls das gestattet ist.“ Selbstgefällig rieb er sich mit einer seiner Hand über sein Kinn, das schon einen Bartschatten besaß.
„Das habe nicht ich zu entscheiden, Cullen. Und Sie können sich glücklich schätzen, dass die Männer um Sie herum nicht geschossen haben.“
„Ach Bella, diese Männer würden niemals ohne Befehl abdrücken und da Bennett und Whitlock Arschkriecher sind und auf Vernunft basieren, geben sie nur im äußersten Notfall das Okay zum Schuss. Also seien Sie ein fleißiges Bienchen und überreden die Herren da draußen, dass sie mit der Arschkriecherei aufhören sollen und Sie berühmt machen.“
***
„Nun, Agent Swan, Sie haben die erfreuliche Aufgabe Cullen die frohe Kunde zu sagen. Als wäre sein Ego nicht schon groß genug…“, seufzte Bennett und erhob sich müde.
„Sir, mit allem Respekt, aber ich denke nicht“, begann ich, wurde aber sofort forsch von ihm unterbrochen: „Sie sollen nicht denken, Agent, sondern das ausführen was ich Ihnen anordne. Also, gehen Sie zu ihm und sagen ihm, dass er das bekommen hat, was er wollte und er uns endlich die Informationen geben soll.“
Mit einem „Sir“ und kurzem Nicken drehte ich mich um und ging mit dem Aktenumschlag, in dem die unterzeichnete Vereinbarung lag, in die Richtung des Raumes, in dem Cullen seine Zelle hatte. Die Männer vor dem Zimmer spannten sich merklich an, als ich um die Ecke bog und öffneten mir schließlich die Tür. Bevor Cullen noch etwas sagen konnte, begann ich schon.
„Sie haben Ihren Deal. Den Wohnsitz, den Sie angegeben haben, wird ab sofort vierundzwanzig Stunden überwacht. Drei Leibwächter, die Sie sich frei aussuchen dürfen, werden Ihnen ebenfalls zur Seite gestellt und Sie erhalten Immunität.“ Ich schob Cullen den Umschlag zu. Jener musterte mich nur neugierig und trug ein schelmisches Grinsen im Gesicht.
„Wären Sie dann so gütig und würden mich von den Fesseln befreien.“ Langsam stand ich auf und ging ein paar Schritte auf ihn zu.
„Was werden Sie machen, wenn ich diese jetzt löse?“
„Bella, ich bin kein brutaler Mensch, noch möchte ich Sie angreifen. Keine Sorge.“ Seufzend öffnete ich die Schnallen an den Händen und ging in die Hocke, um die an seinen Fußknöcheln zu lösen.
„So würde ich Sie doch gerne öfters sehen“, flüsterte Cullen mir zu. Ich spürte, dass er sich nach vorne gebeugt hatte und sein warmer Atem meine Haut im Nacken traf. Augenblicklich stellten sich mir meine Haare auf und ein kalter Schauer lief mir über den Rücken.
„Das wünschen Sie sich. Wird es aber nicht geben, Cullen. Und ich habe Ihnen schon einmal gesagt, dass Sie mich Agent Swan nennen sollen.“
„Aber, aber, meine Liebe. Wir werden doch zusammenarbeiten und ich pflege ein gutes Verhältnis mit meinen Partnern und da gehört auch die Vornamenbasis dazu.“ Augenverdrehend richtete ich mich auf und Cullen tat es mir gleich. Wir waren nur ein paar Zentimeter entfernt voneinander und erst jetzt bemerkte ich, wie groß er war. Ich reichte ihm gerade einmal bis zu der Mitte seiner Brust und musste meinen Kopf leicht in den Nacken legen, um ihn überhaupt ins Gesicht sehen zu können. Sobald ich die körperliche Nähe wahrnahm, entfernte ich mich einige Schritte von ihm.
„Nun sagen Sie mir bitte, wie Newton und Leah in Kontakt stehen.“ Edward ging ein paar Schritte in der Zelle auf und ab, bevor er mir antwortete.
„Die Wölfin, unter dem Namen kannte ich deine Stiefschwester die meiste Zeit nur, arbeitet nicht für Newton, wenn du auf das hinaus möchtest, jedoch kann man sie anheuern. Was Newton vielleicht getan hat.“
„Für was anheuern?“
„Mord ist ihre Spezialität und das lässt sie sich formidabel bezahlen. Man engagiert die Wölfin dann, wenn man jemanden entsorgen möchte, ohne, dass man die Überreste findet. Ich würde sagen, dass gut geschätzt, in den letzten sieben Jahren über hundert Morde ihre Handschrift tragen und das nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern weltweit.“ Verblüfft blickte ich Cullen an. Sagte er gerade wirklich die Wahrheit? Meine Stiefschwester war viel geschäftlich unterwegs, das stimmte, aber eine Auftragsmörderin.
„Und weshalb wurde sie entführt.“
„Das ist einfach, sie hat sich mit den falschen Leuten angelegt. Außerdem wollte sie aus dem Geschäft aussteigen - eigentlich eine Schande bei ihrem Talent - und mit ihrem Freund und dem Kind, das sie erwarten, in Ruhe leben.“
„Sie ist schwanger?“ Jake wollte nie Kinder haben. Immer wieder hatte er mir gesagt, dass er Babys hasste und nie Vater werden wollte und nun das.
„Ich hoffe, ich habe die frohe Kunde nicht vorweggenommen.“ Ich wollte gerade etwas erwidern, als mein Handy Sues Klingelton abspielte. Was auch wichtig war, denn bei meiner Familie sollte ich mich nicht wie üblich mit „Agent Swan“ melden. Mein Daumen ruhte schon auf dem Feld des Touchscreens zum Abweisen, doch Cullen deutete mir mit einer Handbewegung an, dass ich ruhig den Anruf entgegen nehmen sollte. War es eine gute Idee? Schließlich würde er mithören können, was ich meiner Stiefmutter sagte. Fragend blickte er mich nun an. Augenverdrehend drückte ich auf das grüne Feld und hielt das Telefon zum Ohr.
„Swan“, meldete ich mich genervt, denn ich wollte nicht mit Sue sprechen.
„Bella… Sue spricht… Leah, sie wurde…. entführt“, vermutlich sollte ihr Schluchzen herzergreifend sein, aber ich wollte gerade keine Emotion für diese Person empfinden. Vor allem, da sie unsere ganze Familie so hintergangen hatte. Jedoch wusste Sue nicht, dass ich schon von Leahs Entführung Kenntnis hatte und ich versuchte so mitfühlend wie möglich zu klingen.
„Oh Sue... Wie ist das passiert?“ Man sollte mir wirklich einen Oscar verleihen.
„Ich weiß nur das, was in den Nachrichten kommt und die Polizei oder war es doch das FBI, hat mich verständigt. Bella, ich habe so Angst um sie. Wusstest du, dass sie in Washington D.C. war?“ Es war zu erwarten, dass die Entführung im Fernsehen ausgestrahlt werden würde.
„Nein, das war mir nicht bekannt. Kannst du mich vielleicht kurz einweihen, was in den Nachrichten kommt? Ich hatte noch keine Zeit mir jene anzusehen.“
„Oh Gott, Bella, vielleicht war sie auch in dem Auto, das in die Luft gesprengt wurde. Meine Leah.“ Und sie begann erneut zu weinen. Cullen trat näher an mich heran und machte einen amüsierten Eindruck, als ich an dem Tisch gelehnt und ziemlich genervt dastand. Es war nicht so als würde ich Sue nicht mögen wollen, das war es nicht, aber sie präferierte immer ihre Kinder und Leah und ich war das Stiefkind, das ständig nur Schwierigkeiten machte.
„Sue, beruhige dich. Ich bin mir sicher, dass sie es nicht war.“ Ich blickte Cullen an, der nun direkt vor mir stand und ich mochte diese Nähe absolut nicht.
„Weshalb bist du dir da so sicher. Und hatte dein Anruf heute damit etwas zu tun?“
„Womit zu tun?“
„Mit ihrer Entführung.“
„Sue, ich bitte dich!“, sagte ich energisch. Langsam aber sicher wurde ich schon wütend. Es war wie in meiner Teenagerzeit, immer war ich die Schuldige. Leah das Unschuldslamm und ich das schwarze Schaf.
„Was, das ist eine begründete Frage, schließlich hattest du dich heute schon nach ihr erkundigt.“
„Das hatte nichts damit zu tun!“
„Isabella Marie Swan, rede nicht so mit mir! Deine Widerworte habe ich mir früher nicht gefallen lassen und tue es jetzt auch nicht, selbst wenn du eine erwachsene Frau bist“, sagte sie plötzlich streng. Die Zwillinge konnten einem wirklich leid tun.
„Du reitest dich da gerade in eine Idee hinein, die nicht stimmt und unterstellst mir hier eben, dass ich etwas mit Leahs Verschwinden zu tun habe.“ Ich war kurz davor auszurasten und anscheinend konnte man mir das auch an meinem Gesichtsausdruck anmerken, denn Cullen grinste freudestrahlend über sein ganzes Gesicht. Ich schloss für einen Moment meine Augen. Meine freie Hand wanderte zu meinen Nasenrücken, welchen ich mit Daumen und Zeigefinger zu massieren begann. Als ich die Augenlider wieder öffnete, bemerkte ich, dass Cullen mich genauer beobachtete und jetzt eine Faszination in seinem Gesicht lag, die ich nicht deuten konnte. Es war nicht gerade leicht mit Sue zu telefonieren und Cullen mir gegenüber zu haben, einer der beiden allein war schon schwer genug, aber beide…
„Sue, es tut mir wirklich leid, was vor allem du eben durchmachen musst, aber es bringt nichts, wenn du die Schuld mir zuschieben möchtest.“ Ich versuchte die Ruhe zu bewahren und nicht auszurasten. Normalerweise wurde ich nicht schnell aggressiv oder aufmüpfig, jedoch lagen meine Nerven blank und nun auch noch von meiner Stiefmutter beschuldigt zu werden, dass ich etwas mit Leahs Verschwinden zu tun hatte, war das Tüpfelchen auf dem I.
„Ich entschuldige mich bei dir inständig, Bella. Ich hätte das nicht tun dürfen. Aber ich bin so verzweifelt und mir wächst das hier alles über den Kopf.“ Die Entschuldigung nahm ich ihr nicht wirklich ab, denn ich hörte im Hintergrund Charlie murmeln. Anscheinend wies er seine Frau zurecht nicht mit mir so zu reden.
„Ach, Sue, ich weiß leider nicht, wie ich dir helfen kann. Wäre ich noch in Seattle, hätte ich mich schon auf den Weg zu euch gemacht, aber ich bin an der anderen Küste. Und so einfach kann ich leider auch nicht weg von hier.“ Ich war zwar nicht gerade Sues Liebling, aber immerhin war sie mit meinem Vater verheiratet und jener lag mir sehr am Herzen.
„Das ist mir klar und vielen Dank für dein Angebot. Ich bete, dass es Leah gut gehen wird.“
„Falls etwas ist, dann kannst du mich jederzeit anrufen.“ Cullen zog beide Augenbrauen in die Höhe und schüttelte nur seinen Kopf.
„Ich weiß das zu schätzen. Aber, Bella, kannst du nichts in Erfahrung bringen. Warst du nicht einmal mit diesem FBI-Typ aus Seattle aus? Vielleicht kann der dir etwas sagen.“ Oh mein Gott! Woher wusste sie das wieder. Cullen schmunzelte entzückt und verschränkte seine Arme vor der Brust. Wie sollte ich mich hier wieder hinausreden?
„Ähm… Sue… ich kenn mich zwar beim FBI nicht aus“ LÜGE!, schrie mein Gewissen, doch ich verdrängte es, „aber ich bezweifle es, dass mir Chris Auskunft über Ermittlungen geben darf, vor allem, wenn er selbst nicht in dem betreffenden Bundesstaat ist.“
„Oh… Das ist schade… Dann muss ich weiter darauf warten, bis ich angerufen werde.“
„Aber ich bin mir sicher, dass das FBI intensiv an diesem Fall arbeiten wird und dass sie sie finden werden.“
„Danke für deine aufbauenden Worte.“
„Immer doch“, antwortete ich und hörte, wie die Tür zu dem Zimmer geöffnet wurde. O‘Brien trat ein und ich deutete ihm kurz still zu sein. „Sue, ich muss jetzt leider auflegen, der Pizzabote ist eben gekommen und ich brauche beide Hände. Falls du etwas Neues erfährst, würdest du es mir dann auch bitte mitteilen?“
„Ja, sicher.“ Seufzend beendete ich den Anruf und war froh, dass ich die Scharade nicht mehr aufrechterhalten musste.
„Was gibt es?“, fragte ich meinen Kollegen, der Cullen und mich interessiert musterte. Schließlich standen wir immer noch nah beieinander.
„Der SAC lässt fragen, ob Sie noch länger brauchen, da es weitere Informationen bezüglich des Falls Newton gibt.“
„Jessica ist tot. Und es sieht nach Herzversagen aus, nicht wahr?“, meinte nun Cullen und O’Briens Gesichtsausdruck wechselte von mürrisch zu geschockt und schließlich zu neugierig.
„Woher?“
„Ich bin schon länger in diesem Geschäft und wenn man die Geschichte von Jessica und Mike kennt, dann erklärt sich auch ihr Tod. Bella, willst du mich nicht fragen, weshalb du ursprünglich zu mir gekommen bist.“
„Lily ist nicht ihre leibliche Tochter, oder?“

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